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Die Serie „Real Humans – Echte Menschen“ ist ein unbekanntes Juwel im Sience-Fiction-Dschungel. Wer darf sich als „Mensch“ bezeichnen? Kann auch die Maschine den freien Willen erlangen? Der Autor Lars Lundström wollte es genauer wissen und stellt die Menschen in der parallelen Welt, in der sogenannte Hubots (Abkürzung für Human Robots) existieren, auf die Probe.
Die Regisseure Harald Hamrell und Levan Akin verhalfen ihm, dieses Szenario im Jahr 2012 [1] in einer Serie zur Schau zu stellen.

Der originale Titel „Äkta människor“ lässt vermuten, dass es sich um eine schwedische Produktion handelt. So sind auch die Schauspieler Pia Halvorsen (spielt Inger), Lisette Pagler (spielt Mimi, ein Hubot), Marie Robertson (spielt Beatrice, ein Hubot) und Leif Andrée (spielt Roger) [2] meist schwedischer Herkunft. Trozdem leisten alle eine sehr gute schauspielerische Leistung, die nicht von den Holywood-Stars zu unterscheiden ist.

Die Serie ist in zwei Staffeln unterteilt mit jeweils zehn Folgen. Jede Folge dauert ungefähr 50 bis 60 Minuten und knüpft immer an die Folge zuvor an. Wer also eine oder mehrere Folgen überspringt, wird den Faden verlieren.

Handlung

Wovon handelt die Serie überhaupt? Sie handelt davon, wie sehr die Hubots den Menschen ähneln. Neben ihrem menschlichen Aussehen wird auch ihr Verhalten unserem immer ähnlicher. Bald kann man nur noch schwer unterscheiden, wer ein Mensch ist und wer ein Hubot.

Damit hat auch die „Echte Menschen“-Bewegung, die zu einer Partei heranwächst, ein Problem. Sie möchte, dass die Kinder der Zukunft nicht von Hubots erzogen, oder die jetzigen Arbeiter durch sie ersetzt werden.

Die Hubot-Befürworter hingegen unterstützen die Vorstellung, dass Hubots und Menschen zusammenleben und sogar eine Liebesbeziehung mit ihnen führen.
Einer von Ihnen, David Eischer, erstellt einen Code, der die Hubots von den Asimov-Gesetzen befreit und ihnen den freien Willen gibt. Hubots mit diesen Eigenschaften werden „Wilde“ genannt.

Viele derjenigen, die von diesem Code wissen, sind hinter diesem her. Er hat die Macht die Welt zu verändern.

Leo, der Sohn von David Eischer, und eine Gruppe von wilden Hubots ziehen durch das Land, auf der Suche nach einem Ort, an dem sie bleiben können. Die Regierung sucht nach ihnen, da sie eine Gefahr für sich und die Menschen darstellen. Einer dieser Hubots ist Mimi. Sie wird von einem Hubot-Händler entführt und weiter verkauft. Dabei verliert sie alle Erinnerungen daran, wer sie war und kommt als neu konfigurierter Hubot als Anita in eine Familie.
Später sucht Leo nach ihr und wird von der Regierung verhaftet. Er wird nach dem Code ausgefragt, wovon er allerdings nur ein Fragment besitzt. Den Rest des Codes besitzen die freilaufenden wilden Hubots.

Meinung und Kritik

Anlass die Serie zu schauen war der freie Streaminganbieter Watchbox, welcher sich über Werbung finanziert.
Da ich mich für Sience-Fiction in Kombination mit Robotern sehr interessiere, hat die Serie schon zu Beginn persönliche Pluspunkte von mir erhalten. Aber das ist nicht der einzige Grund dafür, wieso mir die Serie sehr gefallen hat.

Inszinierung der Figuren

Die Schauspieler sind unbekannt, können aber genau das, was auch die großen Stars auf der Leinwand draufhaben! Die Schauspieler der Hubots konnte man an ihren Bewegungen, Mimik und der Art wie sie sprechen erkennen. Hinzu kam ein kleiner künstlicher Touch des Aussehens hinzu, welcher die Hubots zu seelenlosen Maschinen macht.
Moment, seelenlos? Habe ich nicht etwas anderes zu Beginn erwähnt? Das stimmt auch. Die freien/wilden Hubots hingegen waren anders. Im Verlauf kann man erkennen, wie sich diese Hubots entwickeln. Sie heben sich deutlich von den Normalen ab, da sie Gefühle haben.

Verlauf der Geschichte

Die erste Folge zeigt die einzelnen Fraktionen der Rollen. Dennoch sorgt der Verlauf für die ein oder andere Überraschung, mit der man nicht gerechnet hat. Die zweite Staffel setzt gleichzeitig einen Umbruch, der vieles ändert und einen zum Verzweifeln bringen kann. Aber nicht im negativen Sinn, eher die Empörung darüber, wie die Figuren handeln und wie es die Geschichte gravierend ändert.

Zu erkennen ist, dass die zweite Staffel viele Inhalte komprimiert zeigt, wohingegen die erste Staffel alles langsam angegangen ist. Meiner Meinung nach fehlt hier die Balance. Vermutlich hat es aber auch damit zu tun, dass das Budget für die Produktion knapp wurde (mehr dazu weiter unten).

Originalität

„Real Humans – Echte Menschen“ ist fesselnd. Man möchte nicht länger warten und startet nach Ende einer Folge direkt die nächste. Als ich das erste mal davon hörte, dachte ich an das klassische Mensch schafft Roboter, Roboter zerstört Mensch, wie in „Terminator“ oder „I, Robot“ (kann ich empfehlen zu schauen). Die Serie folgt diesem Schema, allerdings nicht in der Art einer Apokalypse oder der Krieg „Mensch gegen Maschine“. Es ist viel mehr ein gesellschaftlicher Konflikt und die Frage nach der Definition, was ein Mensch ist und was diesen ausmacht.

Zusätzliches

Dritte Staffel

Die Serie hatte in ihrem Ursprungsland, Schweden, keinen großen Erfolg. Der Autor Lars Lundström hat eine Fortsetzung im Kopf, meint aber, dass eine Finanzierung schwierig ist. Eventuell wird die Fortsetzung in einem Spielfilm fortgesetzt. [3]

Die Serie „Humans“

Auch ich war anfangs von der Ähnlichkeit der beiden Serien verwirrt. Beide Serien handeln von Robotern, die mit Menschen zusammenleben und deren Aufgaben übernehmen. Erst dachte ich, eine der beiden Serien ist ein Abklatsch der anderen. Das ist aber nicht der Fall.

„Humans“ ist die britisch-US-amerikanische Version der schwedischen Serie „Äkta människor“ und basiert darauf. Beides stammt aus der Tinte des Ideenentwicklers Lars Lundström. Die britisch-US-amerikanische Adaption feiert zudem auch großen Erfolg und erhält bald eine dritte Staffel. [4]

Einzelnachweise

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